Montag, 14. Juli 2014

Die Kiewer Soldateska “befreit” ein Dorf

Quelle

Ukrainischer Soldat: hätten sie besser Nikolaevka nicht befreit

Oleg Dub, Kämpfer des Freiwilligenbataillons „Donbass“, erzählte auf seiner Seite in einem sozialen Netzwerk vom kürzlich geschehenen Sturm auf Nikolaevka nahe Slavyansk durch ukrainische Truppen. «Hätten sie besser Nikolaevka nicht so befreit! Die Dummschwätzerkommandeure haben die Jungs vorher verängstigt und ihnen eingetrichtert, dass es in Nikolaevka keine Zivilisten oder unsere Bürger mehr gäbe! Dass dort nur Separatisten wären! Dass wir eine harte Säuberung durchführen und Granaten in alle dunklen Ecken werfen sowie auf alles Verdächtige schiessen müssten!»

Er hätte den Kommandeur des Zuges gewarnt, dass eine solche Aufgabenstellung zu einer chaotischen Schiesserei und dem Mord an Unschuldigen führen könnte. «Darauf antwortete er mir, dass ich ohne nachzusehen schiessen müsste, wenn ich überleben wollte! Es gäbe keine Zeit herauszufinden, ob dort ein Kind oder eine Oma ist! Dass diese Separatistenomas selber an allem Schuld seien! Und dann begann diese „Befreiung“ mit dem Bataillon „Donbass“ vorneweg. Ich vertraute meiner Einheit und dachte, wenn wir vorneweg gehen, dann verhindern wir die Tragödie! Aber die Paranoia gewann doch die Oberhand.» Es begann eine Schiesserei überallhin und auf alles was sich bewegt. «Ein Hund wurde erschossen! Fenster, Kaminschornsteine, Türen, Möbel usw. wurden zerschossen. Die Polizeieinheit hinter uns begann uns anzuschreien: «Faschisten! Hat dieses Dorf ohne euch nicht genug gelitten! Haltet ein!» Dub schreibt auch, dass er Zeuge eines Mordes an einem Zivilisten wurde. «Ein Mensch kam von seinem Hof in 100 Meter Entfernung von diesen Möchtegernkämpfern! Unbewaffnet! In Trainingshosen und einem Hemd! Und diese Paranoiker schossen auf ihn. Da rannte ich ohne Deckung durch ihre Reihen zu diesem Menschen, und nahm unseren Arzt mit. Wir erreichten ihn, aber er wand sich schon in Todeskrämpfen!» Der Kämpfer behauptet auch, dass während der „Säuberung“ keine Aufständischen mehr in Nikolaevka waren. Quelle: Timer