Samstag, 12. Juli 2014

In Tat und in Wort

Poroschenko und seine Hampelmänner

Ostukraine Statt politische Lösungen zu suchen, wie das ein Außenministertreffen in Berlin beschlossen hat, will Kiew die militärische Entscheidung. Und das diplomatisch flankiert weiter lesen hier
"Die Säuberung Slawjansk von den Unmenschen hatüberragende symbolische Bedeutung"
President Poroschenko.
Ist das nicht die Anweisung Heinrich Himmlers an seine speziellen Polizeikräfte? Nein? Was, das ist die Anweisung eines Staatschefs, dessen Land gerade ins Vorzimmer der EU aufgenommen wurde und dessen Säuberungen mit unseren Steuergeldern finanziert werden? Ich verstehe. Faschisten unter sich. 
Poroschenko am 30.6.14: "... wir kämpfen um unser Land von Dreck und Parasiten zu befreien" (Reuters, 2.6.14)
"Auch Regierungschef Arsenij Jazenjuk trat schon mit Ausfällen in Erscheinung, die die Spaltung des Landes noch vertiefen können. Am Sonntag veröffentlichte die ukrainische Botschaft in den USA auf Englisch ein Statement des Premiers zum Tod der Flugzeuginsassen beim Abschuss in Luhansk. Er pries sie als Helden, die ihr Leben verloren hätten bei der Verteidigung des Landes, ihre Gegner schmähte er dagegen als "subhumans" - "Untermenschen". Gemeint waren sowohl Russen als auch Ukrainer aus dem Osten, die gegen die Regierung in Kiew kämpfen." (Spiegel online, 17.6.14)
Mich erstaunt immer wieder, dass Sie bestimmte Dinge nicht zur Kenntnis nehmen wollen ...
Nur ein kleiner Hinweis auf das, was einer sagte, der von Poroschenko beauftragt wurde, Gespräche für eine friedliche Lösung zu führen:
STANDARD: Wie wahrscheinlich ist eine friedliche Lösung?
Schufritsch: Für uns kam die Entscheidung, die Anti-Terror-Aktion wiederaufzunehmen, völlig unerwartet. Doch das ist Poroschenkos Entscheidung, er ist dafür verantwortlich. Fakt ist allerdings auch, dass selbst nach Angaben des ukrainischen Sicherheitsrates zwischen 20.000 bis 25.000 Männer im Donbas unter Waffen stehen. Etwa 2,5 Millionen Menschen im Donbas haben beim sogenannten Referendum für die Abspaltung gestimmt. Etwa ein Drittel der Bevölkerung will nicht mehr Teil der Ukraine sein. Damit müssen wir uns alle auseinandersetzen, auch wenn das in Kiew nicht jedem schmeckt. ..." (Der Standard, 7.7.14)
Doch der Jubel der Befreiten blieb aus. Nicht einmal regierungstreue Medien spürten ihn auf. Einige Realisten in der Hauptstadt kamen schon darauf, dass die prorussischen Kämpfer im Donbass weit besser gelitten seien als die proeuropäischen. Die einen gelten eben als »naschi«, also unsere, die anderen sind als »Faschisty« und »Banderowzy« verhasst und gefürchtet. Die angekündigte »Befreiung« von Donezk und Lugansk wird noch schwieriger und blutiger als die von Slawjansk. ..." (Neues Deutschland, 7.7.14)